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gaenseblumenblog: Vereinfachtes Soziales Protokoll.

  1. Wünsche und Bedürfnisse werden ausformuliert.
  2. Geäußerte Wünsche und Bedürfnisse werden wertungsfrei zur Kenntnis genommen und nach Möglichkeit beachtet.
  3. Alles wird möglichst exakt so gesagt, wie es gemeint ist.
  4. Wenn es ein Problem gibt, wird es angesprochen und ein Lösungsvorschlag gemacht.
  5. Fragen ist immer erlaubt. Antworten ist freiwillig.
  6. Stop hat jederzeit und in jedem Kontext Gültigkeit. Es muss zwingend beachtet werden.
  7. Wenn etwas anders gemeint war, als es angekommen ist, wird das klargestellt.
  8. Wer einen Fehler macht, entschuldigt sich.
  9. Eine Entschuldigung muss nicht zwangsweise angenommen werden.
  10. Die Diskussion abstrakter Begriffe ist zur Klärung konkreter Probleme ungeeignet - dazu werden greifbare Worte benutzt.
  11. Was nicht revidiert wird, hat unbegrenzt Gültigkeit.
  12. Nonverbale Hinweise und implizierte Bedeutungen gelten nur, wenn absolut sichergestellt ist, dass sie verstanden werden.
  13. Anfassen ist nur mit Ankündigung und mit Opt-out erlaubt.
  14. Regeln werden an die Menschen angepasst, nicht Menschen an die Regeln.
  15. Sämtliche Abweichungen von sämtlichen Normen werden bedingungslos akzeptiert. Auf besondere oder zusätzliche Bedürfnisse wird immer Rücksicht genommen.
  16. Wenn es die Möglichkeit gibt, einem Menschen zu helfen oder etwas Gutes zu tun, wird sie genutzt.
  17. Grenzen dürfen immer gesetzt werden. Dafür ist niemals eine Erklärung notwendig.
  18. Grenzüberschreitungen und bewusstes Verletzen einer anderen Person werden nicht geduldet.
  19. Manipulation und Bedrängen einer anderen Person sind unzulässig.
  20. Jemandem Schaden zuzufügen, ist nur zulässig, um sich selbst oder andere zu schützen oder zu verteidigen. Der Schaden muss so gering wie möglich gehalten werden.
  21. Körper und Gefühle sind nichts, wofür irgend jemand sich schämen muss. Sie dürfen in keinem Fall angegriffen werden.
  22. Gefühle stehen niemals zur Diskussion. Sie werden als Tatsache wertungsfrei akzeptiert.
  23. Die Wahrnehmung anderer Menschen steht niemals zur Diskussion. Sie wird als Tatsache wertungsfrei akzeptiert.
  24. Sei kein Arsch.
  25. Das VSP gilt für alle sozialen Interaktionen außerhalb von Notfällen insoweit, wie der physische, psychische und neurologische Zustand der Beteiligten seine Beachtung zulässt. Für besondere soziale Situationen können zusätzliche Regeln gelten.

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Schweinderl